Seit mehr als vier Jahrzehnten ist die Rumregatta das offizielle Frühjahrstreffen der Freunde des Gaffelriggs. Wer hier mitsegelt, möchte sein Schiff zeigen, trifft Freunde und Gleichgesinnte, hat Spaß an den Traditionen der Veranstaltung und obwohl die Regatta eher eine unernste Geschwaderfahrt sein soll, hat so manche Crew auch Lust, sich mit anderen Seglern zu messen und weit vorne ins Ziel zu kommen.

Leider erlebten die guten Beziehungen der Organisatoren zum Wettergott einen Belastungstest. So manche Crew, die an Bord übernachtet hat, wird leise geflucht haben, denn die Temperaturen müssen nachts nicht nur unter 10, nein gar unter 5 °C gelegen haben. Auch am Regattasamstag hing ein bleigrauer Himmel über der Förde und der schon am Morgen frische Wind trieb Regenfahnen über das Wasser. Die Wetterprognosen für den Tag waren schlecht. Folglich wurde die Rumregatta für die kleinen Schiffe offiziell abgesagt und die Regattaleitung sprach zwar mit Bedauern aber auch eindringlich eine Mahnung an die Führung größerer Schiffe aus, ihrer Verantwortung für ihre Crew und ihre gaffelgetakelten Lieblinge gerecht zu werden.

Wir erlebten dann an Bord des Start- und Zielschiffs einen großartigen Start der Gaffelseglerflotte. Auf Grund des frischen Winds aus West gerieten die Schiffe dann sehr schnell außer Sicht. Viele Schiffsführer entschieden sich dann, den Rückweg nach Flensburg, der hätte gekreuzt werden müssen, unter Maschine zu fahren oder gleich die Heimreise in meist dänische Häfen anzutreten. Nur 24 Schiffe standen am Ende auf der Zieldurchgangsliste und es war dann die Aufgabe der Regattaleitung, eine würdige, gerechte und wie immer spaßige Preisvergeudung vorzubereiten.

Den ausführlichen Bericht lest Ihr im PIEKFALL (Heft 150).
Fotos: (C) Achim Staugaard